Anlagen und Apparate für Chemie und Metallurgie
Produkte & Prozesse
Apparatebau Blei / Stahl
Anlagen für Chemie und Metallurgie
Apparatebau für Chemie- und Galvanikindustrie
Blei ist im Chemie-Apparatebau seit vielen Jahrzehnten ein bewährter Werkstoff. Aufgrund seiner hohen Korrosionsbeständigkeit gegenüber zahlreichen anorganischen Medien wird es unter anderem für Druckapparate, Autoklaven und Prozessbehälter eingesetzt.
Die homogene Verbleiung erzeugt einen metallurgischen Verbund zwischen Stahlgrundwerkstoff und Blei. Sie kombiniert die mechanische Tragfähigkeit des Stahls mit dem Korrosionsschutz des Bleis. Dieses Verfahren kommt insbesondere dort zum Einsatz, wo Temperatur , Druck oder Unterdruckanforderungen eine reine Bleiblechauskleidung technisch oder wirtschaftlich nicht zulassen.
Die seit 1972 eingesetzte und kontinuierlich weiterentwickelte automatisierte homogene Verbleiung ermöglicht die wirtschaftliche Fertigung auch großdimensionierter Apparate für den industriellen Einsatz.
Fertigungsparameter:
• Durchmesser bis 5,6 m
• Einzelgewichte bis 130 t
Im Rahmen von Baustellenfertigungen können auch großvolumige Behälter und Apparate in homogener Ausführung realisiert werden.
Ausführung und Prüfung erfolgen gemäß DIN 28058. Konstruktion, Berechnung, Werkstoffauswahl und CAD Auslegung erfolgen unter Berücksichtigung der jeweiligen mechanischen, thermischen und chemischen Beanspruchungen.
Erfahrene Fachkräfte erstellen sachkundige Inspektionsberichte als Grundlage für Instandhaltungs- und Erhaltungsplanungen.
Darüber hinaus übernimmt JL Goslar Reparaturen, Sanierungen und Generalüberholungen von Apparaten und Filtersystemen – weltweit, prozessnah sowie an Eigen- und Fremdanlagen. Dies gilt sowohl für chemische als auch für metallurgische Anlagen.
Homogen verbleite Nasselektrofilter (WESP) sind weltweit in chemischen und metallurgischen Anlagen im Einsatz. Dank ihrer mechanischen Stabilität und hohen Korrosionsbeständigkeit erreichen diese Systeme lange Standzeiten – abhängig von Prozessbedingungen, Auslegung und Wartung.
Insbesondere bei nasskatalytischen Verfahren sowie bei Belastungen durch Schwefelsäureaerosole (H₂SO₄) werden Elektrofilter aus Blei oder Blei-Kunststoff-Verbundwerkstoffen eingesetzt. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung von Emissionen und zur Einhaltung geltender Umweltanforderungen.
Niederschlagssystem & Emissionselektroden
JL Goslar fertigt Niederschlagssysteme für Neubau, Ersatzteilversorgung und Revamping bestehender Nasselektrofilter. Zum Leistungsumfang zählen:
• Platten, rund und Quadratrohrsysteme
• Sondergeometrien, z. B. octogonale Querschnitte
Die Emissionselektroden (Sprühelektroden) werden hinsichtlich Form, Abmessung und Werkstoff gezielt an das jeweilige Niederschlagssystem sowie an die prozesstechnischen Anforderungen angepasst.
Zur Vermeidung der betrieblichen Nachteile klassischer Ölisolationen wurde eine Trockenisolation für Nasselektrofilter entwickelt. Diese findet weltweit Anwendung und bietet unter anderem folgende Vorteile:
• kein Isolationsöl im Hochspannungsbereich
• reduzierte Wartungsanforderungen
• geringeres Risiko durch Ölverschleppung oder Kontamination
Die Trockenisolation erhöht die Betriebssicherheit und vereinfacht die Instandhaltung von Nasselektrofiltersystemen.
Seit vielen Jahrzehnten fertigt JL Goslar Sternrohrkühler als Bestandteil von Gasreinigungs- und Prozessgasanlagen. Sie kommen unter anderem in der Schwefelsäureherstellung zum Einsatz, um Prozessgase zu kühlen, Wasser aus dem Gas zu kondensieren und definierte Betriebsbedingungen zu erreichen.
Sternrohrkühler sind Wärmetauscher aus Blei, einem Werkstoff mit hoher Beständigkeit gegenüber schwachen und mittelstarken Säuren.
Zur Verbesserung der Wärmeübertragung sind die Bleirohre mit innenliegenden Rippen ausgestattet. Die hierfür erforderlichen Rohre mit sternförmigem Innenprofil werden bei JL Goslar auf einer Extruderpresse gefertigt.
Die Anzahl der Sternrohre sowie die Bauhöhe der Kühler werden prozessspezifisch ausgelegt. Nach der Fertigung erfolgt eine Druckprüfung gemäß den jeweils anzuwendenden technischen Regelwerken.
Langjährige Betriebserfahrungen bestätigen eine hohe Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer. Am Ende des Lebenszyklus ist die Recyclingfähigkeit der eingesetzten Materialien gegeben und unterstützt eine nachhaltige Nutzung des Werkstoffs Blei.

